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23. Dezember 2017

Der Traum vom Regenbogenhaus Zürich wird Realität

Ein zentral gelegener Ort für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans Menschen und queer lebende Menschen – zum Informieren, für Beratung und Veranstaltungen und als gemeinsames Dach verschiedener LGBTQ-Organisationen: Der Traum vom Regenbogenhaus in Zürich wird Realität. Der Vorstand des erst im Juni gegründeten Vereins «Regenbogenhaus Zürich» unterzeichneten einen Vertrag mit der Genossenschaft Kalkbreite über Mietflächen im Projekt «Zollhaus».

Das Zollhaus entsteht entlang der Gleise mitten im pulsierenden Quartier rund um die Langstrassenunterführung. Mit einem vielfältigen Raumangebot für Wohnen, Arbeiten, Kultur und Gemeinschaft entsteht im Zollhaus ein lebendiger Ort, der den Bedürfnissen des Quartiers entspricht und neue Visionen des Zusammenlebens umsetzt. Im Spätsommer 2020 soll es bezugsfertig sein.

Ulla Blume aus dem Vorstand des Vereins Regenbogenhaus: «Wir freuen uns sehr, dass wir den Vertrag unterzeichnet haben. Die Konzeption des Zollhauses bietet uns Gestaltungsmöglichkeiten, die es in derart zentraler Lage zu einem für uns erschwinglichen Preis in Zürich nicht gibt. Das ist eine unglaubliche Chance, der LGBTQ-Community mehr Sichtbarkeit zu verschaffen und Menschen, die sich über LGBTQ-Themen informieren wollen, eine zentrale Anlaufstelle zu bieten.»

Auch die Genossenschaft Kalkbreite freut sich auf das Regenbogenhaus: «Unsere Wohn- und Gewerbesiedlungen haben zum Ziel zahlbaren Wohnraum zu sichern und über das Nebeneinander von Wohnen, Arbeiten und Kultur, Oasen der sozialen Vernetzung zu schaffen. Barrierefreiheit als Haltung ist auf allen Ebenen gefragt, baulich genauso wie in den Köpfen», so Nina Schneider, Projektleiterin Zollhaus. Finanziert wird das Regenbogenhaus durch Mitgliederbeiträge, Unterstützungsbeiträge der LGBTQ-Organisationen und Spenden.

In der Stadt Zürich erfährt das Projekt breite politische Unterstützung. Stadtpräsidentin Corine Mauch: «Die Sichtbarmachung von Anliegen gesellschaftlicher Minderheiten ist wichtig. Wir freuen uns über diese private Initiative, die einen Ort der Begegnung mitten in der Stadt Zürich schafft.»

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